Einkaufsliste für die Woche erstellen: in 5 Schritten
Von Kerim Ismail ·
Ohne Liste in den Supermarkt: drei volle Tüten, 70 Euro weniger auf dem Konto, und am Mittwoch fehlt trotzdem die Zwiebel. Mit Liste bist du in zwanzig Minuten wieder draußen, und die Woche ist versorgt.
Eine gute Einkaufsliste für die Woche ist kein Zettel mit spontanen Einfällen. Sie entsteht in fünf Schritten, und der wichtigste davon passiert vor dem Schreiben.
Schritt 1: Erst planen, dann schreiben
Die Liste kommt aus dem Plan, nicht umgekehrt. Leg fest, was es an drei bis fünf Abenden gibt. Mehr musst du nicht verplanen: Reste, Spontanes und Essen gehen füllen den Rest der Woche.
Schreib zu jedem Gericht die Zutaten auf, die es braucht. Das ist die Rohfassung deiner Liste.
Schritt 2: Den Vorrat checken
Jetzt ein kurzer Gang zu Kühlschrank, Vorratsschrank und Tiefkühler. Alles, was schon da ist, streichst du. Das spart nicht nur Geld: Angebrochenes wird so verbraucht, bevor es schlecht wird.
Schritt 3: Mengen zusammenrechnen
Zwiebeln in drei Rezepten? Dann steht auf der Liste nicht dreimal „Zwiebel“, sondern einmal „3 Zwiebeln“. Genauso bei Sahne, Käse oder Tomaten. Klingt banal, verhindert aber beides: doppelt kaufen und zu wenig kaufen.
Schritt 4: Nach Regalen sortieren
Ordne die Liste so, wie du durch deinen Supermarkt gehst. Meistens ungefähr so:
- Obst und Gemüse
- Brot und Backwaren
- Kühlregal (Milchprodukte, Käse, Eier)
- Fleisch und Fisch
- Trockenware und Konserven
- Tiefkühl
- Drogerie und Haushalt
So läufst du einmal durch den Laden, statt dreimal zurück zum Gemüse.
Schritt 5: Eine Liste für alle im Haushalt
Wohnst du nicht allein, ist eine gemeinsame Liste Gold wert. Wer als Erstes am Supermarkt vorbeikommt, kauft ein. Und was schon gekauft ist, sieht der andere sofort.
Beispiel: Einkaufsliste für eine Woche (2 Personen)
Diese Liste deckt fünf Abendessen aus unserer Beispielwoche für 2 Personen ab: Tomaten-Sahne-Pasta, Kichererbsen-Curry mit Reis, Ofengemüse mit Feta, Tacos und eine Frittata mit den Resten. Grundzutaten wie Öl, Salz und Gewürze setzt sie voraus.
Obst und Gemüse: 3 Zwiebeln, 1 Knolle Knoblauch, 3 Paprika, 2 Zucchini, 1 Süßkartoffel, 1 Beutel Babyspinat, 4 Tomaten, 1 Avocado, 1 Limette
Kühlregal: 200 g Sahne, 200 g Feta, 6 Eier, 50 g Parmesan, 1 Becher Schmand
Trockenware und Konserven: 500 g Spaghetti, 250 g Reis, 1 Dose Kichererbsen, 1 Dose schwarze Bohnen, 1 Dose Kokosmilch, 500 g passierte Tomaten, 8 Tortillas, 1 Glas Currypaste
Grundvorrat: das prüfst du einmal im Monat
Manche Dinge brauchst du fast jede Woche, kaufst sie aber selten. Setz sie nur auf die Liste, wenn sie zur Neige gehen: Öl, Essig, Salz, Pfeffer, Gewürze, Mehl, Zucker, Brühe, Senf, Sojasoße.
Schneller mit Plateful
Die fünf Schritte kannst du auch fast komplett abgeben. In Plateful planst du die Woche mit deinen Rezepten, und die Zutaten landen mit einem Tipp auf deiner Einkaufsliste:
- Mengen werden zusammengerechnet. Brauchen zwei Rezepte Sahne, steht sie einmal auf der Liste, mit der Summe.
- Sortiert nach Regalen. Plateful merkt sich, in welches Regal ein Produkt gehört.
- Eine Liste für den ganzen Haushalt. Was einer abhakt, verschwindet beim anderen sofort.
- Zuletzt gekauft. Gekaufte Sachen wandern in eine eigene Liste und kommen mit einem Tipp zurück.
Häufige Fragen
Papier oder App? Kauft nur eine Person ein, reicht ein Zettel völlig. Sobald ihr zu zweit einkauft, spart eine gemeinsame Liste doppelte Wege.
Wie oft sollte ich einkaufen? Ein großer Einkauf pro Woche und ein kleiner zwischendurch für frische Sachen wie Salat, Brot oder Kräuter hat sich bewährt.
Und wenn im Laden etwas im Angebot ist? Dann tausch ruhig. Ein Plan ist ein Vorschlag, kein Vertrag. Hauptsache, am Ende passt es zu dem, was du kochen willst.
Zehn Minuten Liste am Sonntag, und die Woche fühlt sich deutlich leichter an.